Ziel

13173830_818894888244098_4721666302340926917_nDie Gründer dieser besonderen Gedenkstätte stellen sich zum Ziel auf unterschiedliche Weisen -durch Rekollektionen, Ausstellungen, wissenschaftliche Konferenzen, Referate, Organisation der Jubiläen zu Ehren der Märtyrer – das Gedenken an die Galubensmärtyrer des 20.Jahrhunderts sowie aller Menschen, die ungerecht leiden, wie zum Beispiel heute im Osten der Ukraine, zu verewigen.

In der Geschichte der Ukraine gibt es Ereignisse und Menschen, die wir nicht vergessen dürfen. Gemeint sind Tausende, die für ihre irdische und himmliche Heimat litten und starben. Die Botschaft ihres Lebens heißt: «Nicht aufgeben». Sie haben dem Bösen nicht nachgegeben, denn jede Gewalt des Menschen über dem anderen Menschen und des Systems über der Gesellschaft ist immer das vernichtende Böse.

Als ich zum Leiter der Delegatur wurde, hatte der Wiederaufbau schon angefangen. Im Keller hat man neben dem Müll die sterblichen Überreste der Märtyrer gefunden, und ich habe sofort begriffen, dass es ein Schatz ist, der niemanden gleichgültig bleiben lässt. Sogleich haben wir begonnen, einen würdigen Platz dafür zu suchen. Unser Ziel war, das Leben dieser tragischen Zeitspanne zu schildern, den festen Glauben dieser Menschen zu zeigen, der sie auf den Kreuz des Martyriums geführt hat, und dass nach dem Kreuz immer die Auferstehung kommt, wie wir das heute schon bezeugen können. Das Heiligtum kann das Schicksaal der Kirche in der Ukraine symbolisieren.

Das Museum wird eine wichtige Ausbildungsfunktion erfüllen indem es die jungen Menschen über die neulichen Verfolgungen des Glaubens und der Kirche in der Ukraine informieren wird sowie über die Menschen, denen die Kirche ihre heutige Freiheit verdankt. Man wird die Zeiten des kommunistischen Regimes, die Formen und Mechanismen seiner Wirkung besser verstehen, aber auch über den Widerstand, Hoffnung und Erbe der Kirche erfahren. Das soll zu einer modernen Präsentierungsform des Lebens und der Tätigkeit der Katholiken in der kommunistischen Zeit werden.  Es gibt schon eine reiche Sammlung der Gegenstände, die mit dem Leben, der Arbeit, dem Gefängnishaft und dem Tod der Märtyrer verbunden sind. Es werden auch zahlreiche Fotos aus dieser Periode, Alltagsgegenstände, Archivdokumente, Briefe, Video-und Audioaufnahmen ausgestellt. Zu den wertvollsten Exponaten gehört die Kleidung, die die Insassen im Augenblick des Todes an hatten.