Memorialsbestandteile

Das Memorial soll aus einigen Räumen bestehen, die bestimmte Etappen aus dem Leben der Glaubensmärtyrer vorstellen, angefangen von der Kindheit hin bis zum Tode und seinen Früchten (Siehe Beschreibung im Anhang). Während der Führung wird man sehen können, wie sich die Menschen durch den Glauben geändert hatten und zu den starken, mutigen Märtyrern geworden sind, bereit ihr Leben für Christus zu opfern. Am Anfang wird der Besucher an den Gräbern der Glaubensmärtyrer vorbeigehen. Das kann man nicht ohne Halt machen. Soll auch nicht jeder dabei beten, so wird er doch anders das Memorial und die Ausstellung betrachten. Das Leben der Märtyrer wird helfen das wahre Gesicht des Landes ohne Gott und Menschlichkeit zu sehen. Es wird 14 Räume geben, die 14 Stationen des Kreuzweges unseres Volkes symbolisieren. Die erste Station soll eine Synthese der kommunistischen Realität darstellen: Handschellen, Stellen aus dem Kriminalgesetz über die Strafen für das Betreten der Kirche, Bruchstücke der Reden von Lenin, Stalin, Brezhnew und anderer Machthaber. Es sind Symbole der allumfassenden Repressionen, die die meisten Ukrainer, Russen und Polen viel zu gut kennen: Flugblätter, Gitter und Handschellen. An der Wand wird man Bilder sehen mit der Darstellung der die Menschen prügelnden Polizisten.

Danach kommt man durch die bäuerliche Holztür in den nächsten Raum in der Form einer Behausung der gläubigen Familie. Hier findet man Fotos, Bilder der Kirche, die hier damals stand, der Schule, des Ackers, die Landschaften der malerischen Podillia-Region. Der Besucher soll hier den Eindruck bekommen, das der künftige Märtyrer eben erst aus diesem Raum ausgetrten ist, denn jeder von uns kann jederzeit auf seinem Lebensweg zu einem Zeugen-Märtyrer werden.

Die nächste Kammer ist den Priestern gewidmet, die ihren lebendigen Glauben in der Unterdrückung behalten haben. Sie waren unbiegsam und haben die anderen während des Regimes zur Treue und Standhaftigkeit ermutigt.

Die „Haftzelle“ ist ein Teil der Kirchengeschichte nicht nur in der Ukraine, sondern auch in der ganzen Sowietunion, es ist auch ein Symbol des ewigen Kampfes zwischen dem Guten und dem Bösen, der zu jener Zeit besonders sichtbar war.

Weiter kommt man in eine Barackenkammer, in der die Eucharistie geheim zelebriert wurde.

Die feindselige Wirklichkeit hatte aber auch hellere Seiten: das Elternhaus hat den Charakter der Märtyrer gestaltet. In dem Raum genannt «Elternhaus» kann man ein typisches ukrainisches Haus sehen mit einem Kruzifix, das den Sieg symbolisiert.

Die Kammer «Gabe des Glaubens» soll das Herz des Memorials bilden. Im Zentrum soll sich ein zerstörter Altar befinden, weil die Majestät der Verfolgten am Altar entstanden ist. An den Wänden wird man die zahlreichen Beweise der Priestertätigkeit besichtigen können. Photos und Zeugnisse repräsentieren die Menschen, die dank dem Priester den Glauben an Gott und Menschen zurückgewonnen haben. Das sind Vertreter aller Schichten: Arbeiter, Krankenschwester, Studenten, Bauern. Dort wird die Musik jener Zeit klingen. Auf das Bildschirm werden zahlreiche Zeugnissaussagen des Glaubens projiziert.

Danach kommen die Besucher in die Kammer der Folter und Verfolgungen. Bilder von zerstörten Tempeln, weinenden Menschen, leeren Behausungen sollen die Gefühle wecken, die man in der Ukraine während dieser 80 Jahren bei der Priestertätigkeit hatte. Und das soll den Besuchern zu verstehen geben, dass auch in der Gegenwart der Glaube immer gepflegt sein soll.

Die Beleuchtung wird mithelfen den Kampf zwischen dem Guten und dem Bösen in den menschlichen Herzen sowie in der Geschichte der Ukraine zu betonen. Aus einem hellen Raum kommen die Besucher in eine düstere Flur des Gedenkens an die Märtyrer des Kommunismus. In dem Raum genannt „Todeskammer“ wird die Dunkelheit herrschen. Dort wird man eine Nachbildung der Folterkammer und Haftzellen einrichten. Weiter kommen die Besucher an einem stummen Zeugen vorbei – einen Birkenbaum aus dem Park in Winnytsia, wo vor 70 Jahren im laufe vom 3 Tagen über 15 000 Katholiken erschossen und begraben wurden – zu dem Massengrab der Opfer für den Glauben. Hier werden Steine, Knebel, Strick und Priesterrock ausgestellt. Der Pilger zu diesem Ort soll sich vorstellen, wie sich dieses Martyrium gestaltet hat.

Der Weg zum Ausgang führt durch das Zimmer „Leben nach dem Tod“, wo ein Schild mit den Worten „Wir sind standgehalten“ und einem Zitat vom heiligen Johannes Paul ІІ. aus seinem Besuch der Ukraine.

Wie nach dem Karfreiteg immer Ostern kommt, so auch hier führen uns die nächsten Elemente der Exposition in die Osternstimmung. Die Gegenstände demonstrieren die großen Früchte dieses Martyrtodes, Tausende von Bekehrungszeugnissen, Heilungen und wiederaufgebaute Kirchen sowie Geschichten von Gläubigen, die im Februar 2014 auf dem Maidan standen, und die Freistellungen der Priester, die im Osten von den Terroristen verhaftet wurden. Am Ende der Exposition wird man die Kapelle des heiligen Erzengels Michael mit der Inschrift „Wer ist wie Gott“ betreten. Wir erwarten, dass die Besucher diesen Raum im Schweigen und mit Gebet verlassen werden. In der Kapelle soll es ein Altar gewidmet dem Pater Ludwik Wrodarczyk ОМІ geben – einem Märtyrer, der hier gestorben und ein Vertreter von vielen Tausenden derer ist, die ihr Leben für den Glauben an Gott geopfert haben.

 

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